Messe im Golf: Was Ihr Messestand auf Arabisch braucht (und was er kostet, wenn er schweigt)
Der Stand ist gebucht, die Exponate sind verschifft, das Team hat die Flüge. Und das Material am Stand? Eine englische Broschüre, vielleicht ein Roll-up. Für viele deutsche Aussteller in Dubai, Abu Dhabi oder Riad ist das der Normalfall. Es funktioniert auch — irgendwie. Die Frage ist, was dabei liegen bleibt.
Wer an Ihrem Stand steht
Auf Messen wie ADIPEC, Gulfood Manufacturing, Big 5 Global oder Automechanika Dubai treffen Sie Einkäufer, Ingenieure, Projektleiter und Inhaber aus der ganzen Region. Die meisten sprechen Englisch. Aber das Gespräch am Stand ist nur der Anfang. Danach geht Ihr Material durchs Haus: zum Chef, zum Partner, zur Familie, die das Unternehmen führt. Dort wird Arabisch gelesen.
Ein englisches Datenblatt kommt in dieser Kette an. Es wird nur seltener weitergegeben, seltener ausgedruckt, seltener mit einem Satz wie „das sollten wir uns ansehen“ auf den Tisch gelegt.
Drei Dinge, die vorher fertig sein müssen
Ein arabisches Infoblatt. Eine Seite, die sagt, wer Sie sind, was Sie liefern und wer auf Arabisch antwortet. Gedruckt für den Stand und als PDF, das sich per WhatsApp verschicken lässt. Nicht die ganze Broschüre — eine Seite, die gelesen wird.
Eine Einladung vor der Messe. Ein kurzer arabischer Text für WhatsApp und LinkedIn, mit dem Sie bestehende Kontakte aus der Region an Ihren Stand holen. Wer eingeladen wurde, kommt eher vorbei als jemand, der zufällig vorbeiläuft.
Eine Nachricht danach. Am Golf läuft der Kontakt nach der Messe häufig über WhatsApp, nicht über eine förmliche Mail. Wer am dritten Tag nach der Messe eine kurze, persönliche Nachricht auf Arabisch bekommt, erinnert sich an den Stand.
Was es kostet, wenn der Stand schweigt
Eine Zahl dafür kann Ihnen niemand seriös nennen — dafür ist jede Messe, jedes Produkt und jedes Gespräch zu verschieden. Was sich sagen lässt: Die Kosten eines Messeauftritts sind fest. Stand, Reise, Versand, Personal. Ob daraus Anfragen werden, entscheidet sich an Kleinigkeiten. Ein Blatt, das niemand weitergibt, ist eine dieser Kleinigkeiten.
Rechnen Sie es für Ihren eigenen Auftritt: Was kostet Sie die Messe insgesamt? Und was ist Ihnen ein einziger zusätzlicher Kunde aus der Region wert? Das Verhältnis zwischen diesen beiden Zahlen beantwortet die Frage besser als jede Statistik.
Warum die Frist alles entscheidet
Ein Infoblatt, das am zweiten Messetag aus der Druckerei kommt, nützt niemandem. Eine Einladung, die erst während der Messe rausgeht, auch nicht. Deshalb plane ich solche Aufträge rückwärts vom Messebeginn: Sieben Tage vorher muss alles fertig sein, damit Zeit für Druck, Freigabe und Versand bleibt.
Genau dafür gibt es den Messe-Sprint: arabisches Infoblatt und drei Texte für WhatsApp und LinkedIn, jede Zeile mit deutscher Rückübersetzung, fertig 7 Tage vor Messebeginn. Mehr zum Thema auf der Seite Messe in den Golfstaaten.